Die majestätische Wingertsbergwand in Mendig: Ein Paradies für Naturliebhaber

Die Wingertsbergwand ist der weltbekannte vulkanologische Aufschluss des Laacher See-Vulkans. Nirgendwo sonst hat sich der Ausbruch des Laacher See-Vulkans vor 13.000 Jahren eindrucksvoller verewigt. Der Laacher-See Vulkan ist die gewaltigste Eruption der gesamten jüngeren Erdgeschichte in Mitteleuropa.

Ein vulkanischer Aufschluss, auch vulkanologischer Aufschluss genannt, ist eine Stelle auf der Erdoberfläche, an der vulkanische Strukturen oder Ablagerungen sichtbar sind. Diese Aufschlüsse sind oft von besonderem Interesse für Geologen und Vulkanologen, da sie Einblick in die Geschichte und Natur von vulkanischen Aktivitäten und Ereignissen bieten. Aufschlüsse bieten oft wichtige Informationen über die Art und Weise, wie Vulkane arbeiten und wie sie die Landschaft um sie herum geformt haben.

Die Wingertsbergwand ragt als eine bis zu 50 Meter hohe, steile Bergwand auf. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe der Stadt Mendig und gilt als die bedeutendste Bimsstein-Steilwand in Europa. Die verschiedenen Schichten der Ablagerungen der Wingertsberg- und Eppelsberg-Vulkane werden hier deutlich sichtbar.

Die Gesteine, die die Wingertsbergwand bilden, gehören zur Gruppe der sogenannten Laacher-See-Tephra. Tephra ist ein allgemeiner Begriff für vulkanisches Material, das bei einem Vulkanausbruch ausgestoßen wird. In diesem Fall handelt es sich bei der Tephra um eine Mischung aus vulkanischer Asche, Lapilli (kleine vulkanische Gesteinsfragmente) und Bomben (größere Gesteinsbrocken), die während des Ausbruchs in die Umgebung des Laacher Sees geschleudert wurden.

Die genaue Zusammensetzung der Gesteine in der Wingertsbergwand kann variieren, da es verschiedene Schichten mit unterschiedlichen Eigenschaften gibt. Generell bestehen sie jedoch aus Basalt und Basalt-Tuff, die reich an Silikaten, Eisen, Magnesium und anderen Mineralien sind, die typisch für vulkanisches Gestein sind.

In unmittelbarer Nähe der Wingertsbergwand liegt das einzigartige Naturschutzgebiet des Laacher Sees, der in dem größten Vulkankrater der Region entstand und die Benediktiner-Abtei Maria Laach.

Obwohl der Laacher See-Vulkan derzeit inaktiv ist, besteht immer noch das Potenzial für zukünftige vulkanische Aktivitäten in der Region. Die vulkanische Geschichte der Eifel zeigt, dass es in der Vergangenheit mehrere Ausbrüche gegeben hat und dass die Möglichkeit eines zukünftigen Ausbruchs besteht, auch wenn solche Ereignisse in geologischen Zeiträumen betrachtet selten sind.

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Der Drachenfels im Siebengebirge: Ein mystisches Abenteuer in Deutschlands verzaubertem Naturparadies

Eingebettet in das malerische Rheinland und umgeben von den sanften Hügeln des Siebengebirges thront der Drachenfels – ein mystischer Ort, der sowohl Naturliebhaber als auch kulturinteressierte Besucher in seinen Bann zieht. Als eines der bekanntesten Ausflugsziele Deutschlands lockt der Drachenfels zahlreiche Besucher an, die seine einzigartige Geschichte und atemberaubende Aussichten erleben möchten.

Der Name “Drachenfels” stammt aus einer alten Legende, die besagt, dass einst ein furchterregender Drache in einer Höhle am Fuße des Berges lebte. Der Held Siegfried, bekannt aus der Nibelungensaga, soll den Drachen getötet und sich anschließend in dessen Blut gebadet haben, um unverwundbar zu werden. Die Faszination für diese Sage hat sich im Laufe der Jahrhunderte erhalten und verleiht dem Drachenfels bis heute eine geheimnisvolle Aura.

Mit einer Höhe von 321 Metern ist der Drachenfels zwar nicht der höchste Gipfel des Siebengebirges, jedoch einer der beeindruckendsten. Die Drachenfelsbahn, eine Zahnradbahn, die seit 1883 in Betrieb ist, bringt die Besucher fast bis zur Spitze des Berges. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann den gut ausgebauten Wanderweg nutzen, der durch den Wald und an bizarren Felsformationen vorbeiführt. Der Aufstieg dauert etwa 30 bis 45 Minuten und ist auch für weniger geübte Wanderer gut zu bewältigen.
Startpunkt ist entweder direkt Königswinter. Hier steigt man direkt über den Eselsweg den steilen Weg hinauf. Wenn man mit dem Fahrzeug zum Lennerzbad hinauf fährt, erspart man sich einige Höhenmeter und die steilste Strecke.

Die Burgruine auf dem Gipfel des Drachenfels stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist ein faszinierendes Relikt aus vergangenen Zeiten. Von hier aus hat man einen spektakulären Blick auf das Rheintal bis zum Kölner Dom und die umliegenden Berge.

Die Nibelungenhalle ist ein Museum, das die Legende von Siegfried und dem Drachen erzählt. Hier kann man mehr über die Geschichte des Drachenfels und die Mythen, die ihn umgeben, erfahren.

In der Nähe des Drachenfels gibt es auch andere Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind, wie zum Beispiel die Stadt Königswinter mit ihren malerischen Gassen und historischen Gebäuden oder das Kloster Heisterbach, das eine beeindruckende Architektur und eine reiche Geschichte hat.

Insgesamt ist der Drachenfels ein perfektes Ausflugsziel für alle, die die Schönheit des Rheintals und des Siebengebirges erleben möchten. Mit seinen reichen Geschichten, atemberaubenden Landschaften und zahlreichen Freizeitmöglichkeiten ist der Drachenfels ein Ort, den man auf jeden Fall besuchen sollte.

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Die gewaltige Lavabombe von Strohn – eine spektakuläre Naturerscheinung

Als Arbeiter im Steinbruch am Wartgesberg 1969 eine Sprengung vornehmen, staunen sie nicht schlecht: Aus der Mitte der Bruchwand löst sich ein runder Brocken von fünf Metern Durchmesser. Eine Lavabombe? Selbst Experten sind sich zunächst nicht sicher, denn es ist nur schwer vorstellbar, dass die vulkanischen Kräfte der Eifel ausgereicht haben, um 120 Tonnen durch die Luft zu schleudern. Eine Kernbohrung bringt Klarheit: Während des Ausbruchs des Wartgesberg-Vulkans löst sich ein Gesteinsbrocken aus der Kraterwand und rollt in den Schlot. Ähnlich einem Schneeball, der immer größer wird, wenn er einen Hang hinab rollt, kugelt der Brocken dabei durch Magma, das an seiner Oberfläche haften bleibt. Mit dem nächsten Ausbruch wird die Kugel wieder ausgeworfen, um dann erneut herab zu rollen. Dies wiederholt sich noch einige Male bis die Kugel vom Kraterwall verschüttet wird, um viele tausend Jahre später wieder zum Vorschein zu kommen.

Quelle: Vulkanhaus Strohn

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Die Hardtburg: Geschichte und Architektur einer beeindruckenden mittelalterlichen Festung

Die Hardtburg ist eine gut erhaltene mittelalterliche Wasserburg. Die Burg liegt sehr idyllisch mitten im Hardtwald bei Euskirchen. Sie besteht aus Kern- und Vorburg und liegt in einer Höhenlage um 245 Meter üNN.

Die unregelmäßig, vieleckige Vorburg ist dem Geländeverlauf angepasst. Sie entstand um 1205. Die Umfassungs- oder Ringmauern dienten dem Schutz der Bewohner und haben aus Gründen des Flankenschutzes stumpfe Winkel und Erkertürmchen.

Kernburg

Die Kernburg ist der älteste Teil der mittelalterlichen Wasserburg. Sie wurde nach dem Kunsthügelprinzip als “Motte” errichtet. Der Name ist aus dem französischen “la motte” abgeleitet. Unter diesem Begriff versteht man den künstlich aufgeschütteten Burghügel der Niederungsburgen, auf dem in der Regel der hölzerne oder steinerne Burgturm oder Donjon stand.

Burgturm

Der steinerne Turm der Hardtburg hat einen fast quadratischen Grundriss mit einer äußeren Kantenlänge von etwa 10 Metern. Er ragt rund 20 Meter aus dem Hügel. Die Dicke der Mauern beträgt in den unteren Geschossen 2,50 Meter und im Obergeschoss 1,50 Meter. Der Turm setzt sich noch mindestens 6 Meter tief unter der heutigen Oberfläche fort, ohne dass die Fundamentunterkante erreicht wird.

Die zum Bau des Turmes verwendeten Steine (Grauwacke) stammen aus der näheren Umgebung. Die Ecken des Turmes wurden jedoch mit quaderförmig zugehauenen Trachytblöcken verklammert. An der südlichen Ecke befindet sich in Augenhöhe ein vermauerter Stein aus der römischen Wasserleitung.

In keiner anderen Wasserburg des Kreises Euskirchen ist der urtümliche Typ einer großen Motte mit zentralem Steinturm so einwandfrei erhalten wie in der Hardtburg.

Eine moderne Holzbrücke ermöglicht seit 1970 den Zugang zur Kernburg. Die Brücke wurde zuletzt im Jahre 1999 durch Verwendung von Leimbindern aus der Baumart Lärche erneuert. Ihre Spannweite über den südlichen Wehrgraben beträgt immerhin gut 19 Meter.

Ursprünglich konnte man nur über eine Brücke durch das Tor der Vorburg und dann über den Zwischengraben zur Hauptburg gelangen. Der mittelalterliche Zugang ist jedoch nicht mehr vorhanden.

Ein tiefer Zwischengraben, auch Halsgraben genannt, trennt die Hauptburg von der Vorburg. Er weist fast senkrechte Futtermauern aus dem 14. Jahrhundert auf und stellte ein ernsthaftes Hindernis für Feinde dar.

Bei jüngeren Erhaltungsarbeiten wurden im Schlamm des Zwischengraben mächtige Eichenbalken gefunden. Sie beweisen die Existenz für eine Holzbrücke, die man wahrscheinlich hochziehen konnte.

Beim Blick in die Vorburg fällt der mächtige Nadelbaum in der Böschung des Halsgrabens auf. Eine rund 180-200 Jahre alte 26 Meter hohe Fichte. Sie ist bereits Mitte des 19. Jahrhunderts auf einem Ölgemälde als großer Baum dargestellt.

Im Jahre 1906 wurde sie vom Blitz getroffen. Die vertrocknete Spitze wurde in 17 Meter Höhe herausgeschnitten und die Schnittstelle mit einer Eisenplatte versiegelt. Heute bilden drei Triebe die Spitze. Dieser immergrüne Nadelbaum mit einem Umfang von 3,07 Meter ist als Naturdenkmal ausgewiesen.

Das gotische Tor mit einer spitzbogigen Durchfahrt und Fallgatterschlitz erreicht man über den “modernen” Zufahrtsdamm. Im Mittelalter muss das Tor ein Torhaus besessen haben. Nach Material (Sandstein) und Form ist der Torbau vermutlich erst im 15. Jahrhundert entstanden.

Früher wird hier eine freistehende hölzerne Zugbrückenkonstruktion den Zugang zur Burganlage ermöglicht haben.

Geschichtlicher Rückblick:
Urkunden aus den Jahren 1105 bis 1182 bezeugen die Existenz einer edelfreien “Familie von Hart” im Euskirchener Raum. Am häufigsten erscheint in den Quellen zwischen 1118 und 1138 Rudolfus de Hart. Nach dem Aussterben der Familie fiel die Burg um 1200 an die Grafen von Are. Im Jahr 1246 gelangte die Hardtburg mit der Are-Hochstadenschen Erbschaft in den Besitz des Kölner Erzbischofs, in dem sie bis 1794 verblieb.

Die Kölner Erzbischöfe bauten die Anlage zu einer mächtigen Landesburg aus, mit deren Hilfe die kurkölnischen Besitzungen und die Verkehrswege am nördlichen Eifelrand gesichert wurden. Nach der napoleonischen Zeit übernahm Preußen die Hardtburg und den Hardtwald. Seither gibt es hier eine Forstdienststelle, die heute zum Regionalforstamt Hocheifel-Zülpicher Börde (ehemals: Forstamt Bad Münstereifel) gehört. Die Gebäude stammen aus dem 18./19. Jahrhundert.

Die Gründung der Hardtburg liegt jedoch im Dunkel. Sie wird erstmals als munitio que dicitur Hart in einer Urkunde des Kölner Erzbischofs Rainald von Dassel vom 15. August 1166 erwähnt.

Die Hardtburg liegt direkt am Römerkanal-Wanderweg. In der Burg befindet sich die Station Nr. 24 – Kalksinterverwendung in der Hardtburg [Wanderweg Km 47,7].

Direkt neben der Burgruine befindet sich ein großer Parkplatz, auf dem kostenlos geparkt werden kann.

Wieso ist der Zugang zur Burg gesperrt?
Die Ruinen der Hauptburg befinden sich in einem Zustand, der keine sichere Begehung zulässt. Deshalb ist das Areal bis auf Weiteres nicht mehr öffentlich zugänglich. Die Vorburg wird von der Försterei genutzt.

Wie geht es weiter?
Neben den Sicherungsmaßnahmen ist eine umfangreiche Sanierung der Burg erforderlich. Dazu gehören vor allem Arbeiten an der äußeren Ringmauer und an den Fundamenten, die der Verbesserung der Statik dienen sowie die Erneuerung der Holzbrücke und des Aufgangs zum Turm. Der Zugang zur Burg für Besucher wird erst nach Genehmigung des Sanierungskonzepts und dessen baulicher Umsetzung möglich sein. (Stand: Juni 2020)

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Das Colani Ei: Ein futuristisches Wahrzeichen in Lünen

Das Colani Ei, auch bekannt als das Ufo von Lünen, ist eines der bemerkenswertesten Wahrzeichen in der charmanten Stadt Lünen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Dieses futuristische Gebäude, das vom talentierten deutsch-italienischen Designer Luigi Colani entworfen wurde, ist ein eindrucksvolles Beispiel für seine biomorphische Designphilosophie und zieht Jahr für Jahr Tausende von Besuchern in seinen Bann.

Das Colani Ei wurde im Jahr 1997 als Teil des Technologiezentrums Lünen erbaut. Es diente ursprünglich als Bürogebäude und Innovationszentrum für Start-Ups und Technologieunternehmen aus der Region. Luigi Colani, der sowohl für seine futuristischen Automobil- als auch Flugzeugdesigns bekannt ist, wurde beauftragt, ein Gebäude zu entwerfen, das sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend ist. Das Ergebnis war ein oval geformtes Gebäude, das an ein außerirdisches Raumschiff erinnert.

Colanis Designvision basiert auf der Idee, dass die Natur die beste Lehrmeisterin ist. Er glaubte, dass organische, fließende Formen effizienter und ästhetisch ansprechender seien als starre, geometrische Strukturen. Diese Philosophie spiegelt sich in der Form des Colani Eis wider, das sich harmonisch in die umgebende Landschaft einfügt. Die geschwungenen Linien und die biomorphe Struktur des Gebäudes erinnern an ein großes Ei oder eine Amöbe und stehen im starken Kontrast zu den traditionellen, kubischen Gebäuden in der Umgebung.

Das Colani Ei hat eine Gesamtfläche von etwa 1.200 Quadratmetern und erstreckt sich über zwei Etagen. Die Fassade besteht aus einer Kombination aus Glas und Aluminium, die für ein lichtdurchflutetes Inneres sorgt. Das Ei ist in drei Hauptbereiche unterteilt: den Eingangsbereich, das zentrale Atrium und die Arbeitsbereiche. Die Arbeitsbereiche sind als offene Büros gestaltet, um Kommunikation und Zusammenarbeit zu fördern, während das Atrium als sozialer Treffpunkt und Veranstaltungsort dient.

Das Colani Ei ist nicht nur ein architektonisches Wahrzeichen, sondern auch ein pulsierender Ort für Kunst und Kultur. Im Inneren des Gebäudes finden regelmäßig Veranstaltungen wie Kunstausstellungen, Konzerte und Lesungen statt. Diese Veranstaltungen ziehen Künstler, Musiker und Autoren aus der Region und darüber hinaus an. Die Ausstellungen bieten eine Plattform für lokale und internationale Künstler, um ihre Werke zu präsentieren und das Bewusstsein für zeitgenössische Kunst zu fördern. Die Konzerte und musikalischen Darbietungen reichen von klassischer Musik bis zu modernen Genres und bieten für jeden Geschmack etwas.

Das Colani Ei beherbergt auch zahlreiche Bildungsprogramme und Workshops für Besucher jeden Alters. Diese Programme zielen darauf ab, das Wissen über Kunst, Kultur und Design zu erweitern und neue Talente zu fördern. Workshops zu Themen wie Malerei, Fotografie oder Design bieten die Möglichkeit, kreative Fähigkeiten zu entwickeln und zu verbessern. Kinder und Jugendliche können an speziell entwickelten Programmen teilnehmen, die ihre Kreativität und Neugier wecken und sie in die Welt der Kunst und Kultur einführen.

Das Colani Ei bietet regelmäßig Führungen an, bei denen Besucher die einzigartige Architektur und das Design des Gebäudes hautnah erleben können. Experten erklären die Designphilosophie von Luigi Colani, die auf biomorphen und organischen Formen basiert, und zeigen, wie das Gebäude als funktioneller und ästhetischer Raum konzipiert wurde. Die Führungen bieten auch einen Einblick in die Geschichte und Entwicklung des Colani Eis und seiner Umgebung. Für Architekturbegeisterte ist dies eine hervorragende Gelegenheit, mehr über diesen futuristischen Entwurf und seine Bedeutung in der zeitgenössischen Architektur zu erfahren.

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Der Lydiaturm – Ein spektakulärer Aussichtsturm am Laacher See

Der Steinturm namens “Lydiaturm” ist ein Aussichtsturm auf der Route L des Nationalen Geoparks Vulkaneifel. Er wurde 1926 erbaut und befindet sich oberhalb des Restaurants Vulkan Waldfrieden in der Nähe des Laacher Sees. Der Turm bietet einen malerischen Rundumblick über die Region und ist bei Wanderern und Touristen äußerst beliebt. Innerhalb des Turm führt eine Steintreppe nach oben. Die letzten 6 Meter werden über eine luftige Wendeltreppe erklommen.

Am Turm befindet sich eine Informationstafel mit folgendem Inhalt von Dr. Leo Porz:
Im Jahr 1888 wird der Eifelverein Bad Bertrich von DR. ADOLF DRONKE gegründet und im Dezember 1889 entstand unter DR. HANS ANDREAE aus Burgbrohl, den Bürgermeistern TOELLE aus Niederzissen und SALENTIN aus Burgbrohl die Ortsgruppe Brohltal. In den 1890er Jahren kam der Gedanke auf, im Laacher See-Gebiet einen Aussichtsturm zu errichten und es wurde nach dem Erwerb eines Grundstücks am 7. Juni 1896 auf dem Campel – einer Anhöhe ca. 300 m vom Waldfrieden in Richtung auf Nickenich rechter Hand (heutiger Waldparkplatz) der Grundstein für einen hölzernen Aussichtsturm gelegt. Am 19. August 1896 wurde der Turm eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben. DR. DRONKE taufte den Turm auf den Namen LYDIA, den Vornamen der Gattin von DR. ANDREAE. Der Turm erfreute sich größter Beliebtheit, gab er doch den Blick frei in das nahe und weite Umfeld des herrlichen Laacher Sees. Bei steigender Besucherzahl musste ein Turmwärter bestellt werden. 1910 wurden erhebliche Verwitterungsschäden festgestellt und nach der Benutzung zu militärischen Zwecken während des Ersten Weltkrieges mussten nach Kriegsende ganz erhebliche Schäden behoben werden, wodurch der Turm wieder benutzbar wurde. 1922 waren die Schäden so offensichtlich, dass der Turm für baufällig erklärt und für die Öffentlichkeit geschlossen wurde. Ein Spendenfond wurde unverzüglich aufgelegt und am 23. Juli 1926 fiel die Entscheidung für den Bau eines steinernen Turmes hier hinter dem Hotel Waldfrieden, wodurch der neue Lydiaturm einen günstigen Standort bekam. Am 10. Juli 1927 wurde der 16 m hohen Turm eingeweiht. Um nach oben zu gelangen, musste man 92 Stufen emporsteigen. Der neue Turm mit seiner einmaligen Rundumsicht wurde begeistert angenommen. Allein im Jahre 1934 stiegen 11.578 Personen auf den Turm. Seit seiner Fertigstellung 1927 bis zum Jahre 1934 wurden 115.300 Personen gezählt.
Nach und nach beeinträchtigte der höher werdende Baumbestand den Blick vom Turm. 1984/85 konnte man von oben nur noch die grünen Baumwipfel sehen. Als einzige Möglichkeit blieb die Aufstockung des Turms durch einen massiven, 7 m hohen Holzaufsatz. Die insgesamt fast 20 Tonnen wiegenden Werkstücke wurden unmittelbar an den Turm angeliefert und dort über vier Tage lang zusammengebaut.

Am 27. September 1986 fanden die Einweihung und die Übergabe an die Öffentlichkeit statt.

Waren bis 2012 Reliefs von JACOBS, BECK und ANDREAE am Turm angebracht, so schmücken ihn heute noch eine Tafel für das Ehepaar ANDREAE und ein “Wappenhäuschen” aus Tuff.

Weitere Informationen über den Turm findet man beim Eifelverein Brohltal.

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Mittelalterliches Kloster Maria Laach in der Eifel

Das Kloster Maria Laach ist ein Benediktinerkloster aus dem 11. Jahrhundert, das in der Eifel in der Nähe des Laacher Sees in Rheinland-Pfalz liegt. Es ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen, die die malerische Landschaft und die historische Architektur des Klosters erleben möchten.

Das Kloster wurde im Jahr 1093 von Graf Heinrich II. Von Laach gegründet und ist seitdem ein wichtiger Ort des Gebets, der Bildung und der Gastfreundschaft. Es ist bekannt für seine gotische Architektur und seine beeindruckende Sammlung von Kunstwerken aus dem Mittelalter.

Eines der herausragenden Merkmale des Klosters ist die Basilika, die im 12. Jahrhundert im romanischen Stil erbaut wurde. Die Basilika ist mit ihrem mächtigen Turm und den großen Fenstern ein beeindruckendes Beispiel mittelalterlicher Architektur. Im Inneren der Basilika finden sich zahlreiche Kunstwerke, darunter Wandmalereien, Altäre und Skulpturen aus dem 12. bis 16. Jahrhundert.

Neben der Basilika gibt es im Kloster auch eine Abteikirche, die im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil erbaut wurde. Die Abteikirche ist ein beeindruckendes Beispiel für die Architektur des 19. Jahrhunderts und beherbergt eine Sammlung von Kunstwerken aus dieser Zeit.

Das Kloster Maria Laach ist auch für seine Bibliothek bekannt, die eine der größten und bedeutendsten Bibliotheken in Deutschland ist. Die Bibliothek beherbergt eine Sammlung von über 100.000 Büchern, darunter viele seltene und kostbare Manuskripte aus dem Mittelalter.

Neben der Architektur und den Kunstwerken bietet das Kloster auch eine malerische Landschaft, die sich perfekt zum Wandern und Radfahren eignet. Der nahegelegene Laacher See ist ein beliebter Ort zum Schwimmen, Angeln und Bootfahren.

Für Touristen, die das Kloster besuchen möchten, bietet das Klosterhotel Maria Laach eine komfortable Unterkunft. Das Hotel ist in einem historischen Gebäude untergebracht und bietet moderne Annehmlichkeiten wie WLAN und ein Restaurant, das lokale Spezialitäten serviert.

Insgesamt ist das Kloster Maria Laach ein wunderschönes Reiseziel für Touristen, die Geschichte, Kunst und Natur genießen möchten. Die Architektur und Kunstwerke des Klosters sind beeindruckend und die Landschaft ist atemberaubend. Es ist ein Ort, der sowohl für spirituelle als auch für kulturelle Erlebnisse geeignet ist und definitiv einen Besuch wert ist.

In unmittelbarer Nähe zum Kloster befindet sich der Aussichtspunkt Lydiaturm, den man ebenfalls unbedingt einmal besucht haben sollte.

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Die Süntelbuche in Blankenheim

Bei der weithin sichtbaren Süntelbuche handelt es sich um eine Mutation der Rotbuche (Fagus sylvatica), die nach ihrer Entdeckung im Süntel, einem kleinen Mittelgebirge südwestlich Hannover, auch als Süntelbuche (Fagus sylvatica var. suentelensis) bezeichnet wird. Dieser als Naturdenkmal geschützte Baum ist vor mehr als 200 Jahren auf das Hügelgrab gepflanzt worden.

Die Süntelbuche in Blankenheim ist ein wahres Naturwunder und ein Muss für jeden Naturliebhaber, der die Schönheit und Vielfalt der Natur zu schätzen weiß. Der Baum ist aufgrund seiner ungewöhnlichen Form und seines Alters als Naturdenkmal geschützt. Die Äste der Süntelbuche haben eine gedrehte, fast spiralförmige Form, die dem Baum ein einzigartiges Aussehen verleiht und ihn zu einem der bekanntesten Wahrzeichen der Region gemacht hat.

Die Süntelbuche befindet sich in der Nähe des malerischen Ortes Blankenheim in der Eifel und ist leicht erreichbar. Der Baum liegt direkt am Tiergartentunnel Wanderweg und am Rhein-Venn-Weg des Eifelvereins. Die Wanderung zur Süntelbuche ist ein Erlebnis für sich und bietet Besuchern die Möglichkeit, die natürliche Schönheit der Region hautnah zu erleben.

Die Süntelbuche ist nicht nur ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturliebhaber, sondern auch ein Ort, an dem man zur Ruhe kommen und die Seele baumeln lassen kann. Die majestätische Schönheit des Baumes und die friedliche Umgebung laden dazu ein, den Alltag hinter sich zu lassen und in die Natur einzutauchen.

In der Umgebung der Süntelbuche gibt es auch viele weitere Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die es zu entdecken gilt. Besucher können die idyllischen Dörfer der Region erkunden, historische Sehenswürdigkeiten besichtigen oder einfach die lokale Küche genießen. In Blankenheim selbst gibt es ein interessantes Heimatmuseum, das die Geschichte und Kultur der Region näher bringt.

Süntelbuche in Blankenheim
Süntelbuche in Blankenheim

Die Süntelbuche ist ein einzigartiges Naturdenkmal, das Besucher aus der ganzen Welt anzieht. Sie ist ein Symbol für die Schönheit und Vielfalt der Natur und ein Ort, an dem man die Seele baumeln lassen und neue Energie tanken kann. Ein Besuch der Süntelbuche in Blankenheim ist ein unvergessliches Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Wer Lust hat, kann auch eine Wanderung auf einem der vielen Wanderwege der Umgebung unternehmen und die atemberaubende Natur der Eifel erkunden.

Die beste Zeit, um die Süntelbuche zu besuchen, ist im Frühling und Sommer, wenn die Natur in voller Blüte steht.

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Dreimühlen-Wasserfall in Üxheim

Der Dreimühlen-Wasserfall in Üxheim ist ein beeindruckendes Naturschauspiel in der Eifelregion von Deutschland. Ich hatte das Vergnügen, diesen Wasserfall zu besuchen und ich war vom ersten Moment an fasziniert.

Die Anfahrt zum Wasserfall von Bonn aus ist sehr angenehm und dauert etwa eine Stunde. Das Straßennetz ist gut ausgebaut und man kann leicht den Eingang zum Wasserfall finden. Der Parkplatz ist groß genug und man findet dort fast immer einen freien Platz.

Der Fußweg zum Wasserfall beträgt etwa 1 Kilometer und führt durch eine wunderschöne Landschaft. Man kommt am Café Nohner Mühle vorbei, das sich in einer alten Scheune und einem malerischen Hof der Mühle befindet. Ich nutzte die Gelegenheit, um eine Pause einzulegen und das Café zu besuchen. Das Ambiente ist sehr gemütlich und rustikal, was perfekt zur Umgebung passt. Es gibt eine große Auswahl an selbstgebackenem Kuchen und Jause. Ich bestellte eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen und genoss die Aussicht auf die Umgebung. Es war eine perfekte Pause, bevor ich zum Wasserfall weiterging.

Als ich näher am Wasserfall herankam, konnte ich seine Kraft und Schönheit wirklich spüren. Der Wasserfall ist etwa 9 Meter hoch, 12 Meter breit und stürzt mit einer unglaublichen Geschwindigkeit von den Felsen. Das Wasser erzeugt eine kraftvolle Geräuschkulisse, die die Umgebung erfüllt. Der Anblick des Wasserfalls ist einfach atemberaubend und ich war sprachlos.

Um den Wasserfall näher zu betrachten, gibt es verschiedene Wege und Aussichtspunkte, die man entlanggehen kann. Es gibt eine Aussichtsplattform, die einen beeindruckenden Blick auf den Wasserfall bietet. Es gibt auch einen Pfad, der direkt hinter den Wasserfall führt, so dass man das Wasser wirklich hautnah erleben kann. Hier kann man das kühle Wasser auf der Haut spüren und die Kraft des Wassers erleben.

Die Umgebung des Wasserfalls ist sehr gepflegt und es gibt genügend Sitzgelegenheiten in der Nähe, um eine Pause einzulegen und die Aussicht zu genießen.

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Die Eifel

Saffenburgruine bei Mayschoß im Ahrtal
Saffenburgruine

Die Eifel ist eine wunderschöne Mittelgebirgsregion in Deutschland, die mit ihrer einzigartigen Landschaft und ihrem reichen kulturellen Erbe begeistert. Die Eifel befindet sich hauptsächlich in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Sie erstreckt sich über eine Fläche von etwa 5.000 Quadratkilometern. Die Region grenzt im Süden an die Mosel, im Westen an Belgien und im Norden an die Städteregion Aachen.

Die Eifel ist bekannt für ihre beeindruckenden Vulkanlandschaften, die zu den ältesten in Europa gehören. Der höchste Punkt der Eifel ist die “Hohe Acht” mit einer Höhe von 747 Metern über dem Meeresspiegel. Die Region bietet eine Vielzahl von Aktivitäten, darunter Wandern, Radfahren und Klettern. Es gibt viele markierte Wanderwege, darunter auch der bekannte Eifelsteig, der auf einer Länge von rund 313 km durch atemberaubende Landschaften und malerische Dörfer führen. Die Eifel ist auch ein Paradies für Naturliebhaber, da es viele Naturschutzgebiete und Nationalparks gibt, in denen seltene Tier- und Pflanzenarten zu finden sind.

Der Wilde Kermeter ist ein Waldgebiet, das sich auf einer Fläche von etwa 1.000 Hektar erstreckt. Es befindet sich im Nationalpark Eifel und ist ein wichtiger Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten.

Der Wald besteht hauptsächlich aus Buchen- und Eichenbeständen, die teilweise mehrere hundert Jahre alt sind. Es gibt auch kleinere Flächen mit Fichten und Kiefern sowie Feuchtgebiete und Bachläufe. Aufgrund seines natürlichen Zustands und seiner Artenvielfalt wurde der Wilde Kermeter zum Schutzgebiet erklärt und ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Eifel ist auch durch ihre zahlreichen Maare, das sind vulkanische Kraterseen, bekannt. Einige der bekanntesten Maare sind das Gemündener Maar, das Schalkenmehrener Maar und das Pulvermaar.

Neben der Natur bietet die Eifel auch eine reiche kulturelle Geschichte. Die Region hat eine lange Tradition in der Herstellung von Handwerk, wie zum Beispiel Töpferwaren, Glas- und Schmiedekunst. Es gibt auch viele historische Städte und Dörfer, die es zu besichtigen gilt, darunter die berühmte Stadt Trier mit ihren römischen Baudenkmälern.

Die Römer haben in der Eifel zahlreiche Spuren hinterlassen, die bis heute sichtbar sind und besichtigt werden können. Eine der bekanntesten römischen Städte in der Eifel ist Trier, die als Augusta Treverorum gegründet wurde und zu den wichtigsten Städten des Römischen Reiches in Europa gehörte. Trier besitzt noch heute zahlreiche römische Baudenkmäler, darunter das Amphitheater, die Kaiserthermen und die Porta Nigra, die als das besterhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen gilt.

Auch außerhalb von Trier gibt es viele römische Fundstätten und Überreste zu besichtigen. Zum Beispiel findet man in der Nähe von Bitburg das römische Vicus Beda, eine Siedlung, die während der Römerzeit bewohnt war und in der heute eine Ausstellung über das römische Leben zu sehen ist. In der Nähe von Trier befindet sich auch die römische Villa Otrang, eine rekonstruierte römische Villa, die einen Einblick in das Leben der römischen Oberschicht gibt.

Neben der Natur und Kultur bietet die Eifel auch eine ausgezeichnete Küche, die von den frischen Zutaten der Region inspiriert ist. Die Eifeler Spezialitäten wie die Eifeler Bauernpfanne, der Eifeler Döppekooche und das Eifeler Schwarzbrot sind bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen beliebt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Eifel eine wunderschöne Region ist, die für jeden etwas zu bieten hat. Ob Du die Natur erkunden, die kulturelle Geschichte erleben oder einfach nur die lokale Küche genießen möchtest, die Eifel ist definitiv einen Besuch wert.

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